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Was ist Chinesische Medizin?
Die Chinesische Medizin hat ihre Ursprünge im alten China; ihr ältestes Lehrbuch ist bereits ca. 300 Jahre vor dem Beginn unserer Zeit­rech­nung geschrieben worden und besitzt noch heute Gültigkeit. Dieser „Klassiker der Inneren Medizin des Gelben Kaisers“ zeigt bereits eine differenzierte Betrachtung der Natur, des menschlichen Wesens und der Ursachen von Krankheit. Zentral ist die Er­kennt­nis, dass sich alle körperlichen und see­li­schen Vorgänge gegenseitig beeinflussen und auch die Umwelt großen Einfluss auf den Men­schen nimmt.

Warum wird ein Mensch oder ein Tier krank?
In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit gleichbedeutend mit dem freien Fluss der Lebensenergie Qi und unzertrennlich ver­bun­den mit der Vorstellung von Ausgewogenheit, Austausch und Fließen. Yin und Yang, die sich ständig gegenseitig hervorbringenden Pole eines Ganzen, sind dabei von zentraler Be­deu­tung. Diese beiden Kräfte, wie Tag und
Nacht, ein- und ausatmen, bilden das dy­na­mi­sche Gegensatzpaar, das allem Leben zu­grun­de liegt, und ihr Gleichgewicht bestimmt den freien Fluss des Qi. Verschiedene Faktoren können die Dynamik von Yin und Yang stören und das Qi schädigen, so dass es zu Krankheit kommt:
  • Die angeborene Konstitution, Fa­mi­lien­krank­hei­ten und -tendenzen.
  • Die emotionale und geistige Verfassung; starke oder lang dauernde Zustände von Trauer, Stress, Angst, Ärger oder Sorgen können nicht nur die Seele und den Geist, sondern auch den Körper und seine Organe schädigen. Umgekehrt kann auch die Er­kran­kung eines inneren Organs emotionale Entgleisungen bewirken.
  • Mangelhafte oder zu üppige Ernährung, un­re­gel­mä­ßi­ges und hastiges Essen, Stress und Erschöpfung.
  • Klimatische Faktoren wie Wind, Kälte, Feuch­tigkeit, Hitze oder Trockenheit.

  • Körperliche oder seelische Traumen, auch wenn sie sehr lange zurückliegen, können Krankheiten hervorrufen.

In der Chinesischen Medizin wird das Pferd (Mensch) als individuelles Wesen behandelt, es werden all diese Faktoren mit einbezogen. Jede Störung hat eine ganz eigene Ent­wick­lung, die sich mit der individuellen Geschichte des Pferdes entwickelt hat und bedarf daher auch einer ganz individuellen Behandlung.

Konkret bedeutet das, dass für 10 Pferde mit Rückenproblemen 10 verschiedene Diagnosen gestellt werden und also auch jeder anders behandelt wird als der andere. Gerade diese Möglichkeit, jedes Pferd als einzigartig zu betrachten und die Behandlung auf diese Einzigartigkeit abzustimmen, ist das Wun­der­bare an der Chinesischen Medizin und geht weit über bloße Schmerzbehandlung hinaus.
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